Soldatenkameradschaft 1853 Grevenstein
Homepage Ferienort Grevenstein: www.grevenstein.de  

      

1. Vorsitzender:    Franz Tebbe, Ostfeld 19
                              59872 Meschede-Grevenstein
                              Tel.: 02934/1320
                              Fax: 02934/779234
                              Mobil-Tel.: 0170/2864351
                              E-Mail: FraTeb@t-online.de

 

                    

gegründet:          07. Mai 1853

 

Mitglieder:           99

Mitglied im Bezirksverband seit dem 20. Januar 1979

 

Die Grevensteiner Kameraden haben am 07.05.1853 den "Beerdigungsverein der Veteranen und sonstigen vaterländischen Militärpersonen zu Grevenstein" gegründet und somit ist dies der älteste Verein in unserem Bezirksverband. Er wird in der Folgezeit (ab 1873 ?) als "Kriegerverein Grevenstein" geführt.

Auch dieser Kriegerverein wird nach dem zweiten Weltkrieg verboten und erst am 26.05.1972 erfolgt das Wiederaufleben des Vereins als "Soldatenkameradschaft 1853 Grevenstein".
Am 24. Mai 2003 hat die Soldatenkameradschaft 1853 Grevenstein ihr 150-jähriges Bestehen im Rahmen des 25. Bezirksverbandsfestes gefeiert.

 

Das Ehrenmal Grevenstein  

Die Geschichte des heutigen Ehrenmals  in Grevenstein beginnt schon im 16. Jahrhundert.

Lange bevor das heutige Ehrenmal an die Gefallenen und Vermissten der zwei Weltkriege erinnern sollte, entstand an diesem Ort eine Stationskapelle des Kreuzweges - das geht aus den Unterlagen der Katholischen Kirchengemeinde Grevenstein hervor .

 

"N.B.: In der alten Stationskapelle fand sich beim Abbruch nichts, was auf die Zeit ihres  Aufbaues schließen ließe. Das alte ( Altar-) Bild darin sollte wohl  Christus im Garten Gethesame darstellen, der Rahmen etwa wies hin auf die Zeit von 1580-1680(?)."

Im Jahre 1912 wurde dann eine neue Stationskapelle erbaut. Das Dokument in der Flasche für den Grundstein hat folgenden Wortlaut:

 

"In Nomine SS. Trinitatis!

Als beim Bau der Umfassungsmauer bei der neuen Schule die alte verfallene Prozessions-Kapelle abgebrochen werden mußte, wurde diese neue Stations-Kapelle außerhalb der Umfassungsmauer etwas weiter voran nach Osten aufgebaut auf Kosten der baupflichtigen politischen Gemeinde Grevenstein durch den Maurermeister Johannes Hepers, zur Zeit des Bischofs Karl Joseph Schulte und des Papstes Pius X. und des deutschen Kaisers Wilhelm II, unter dem Pfarrer Schulte-Plassmann, am 7. October 1912 - neunzehnhundertzwölf.

Benedicat nos Deus Pater et Filius et Spiritus St!

L.S."

 

Während im deutsch-französischen Krieg 1870/71 unter den Grevensteiner Einwohnern keine Verluste zu verzeichnen waren, forderte der 1. Weltkrieg 29 Tote. Zum Gedenken der gefallenen Soldaten, beschloß man Anfang der 20er Jahre ein Gedenk- und Mahnmal zu errichten. Zu diesem Zweck wurde die Prozessions- Kapelle umgestaltet. Es wurden zwei Gedenktafeln errichtet, die die Namen der 29 Gefallenen und Vermissten trägt. Diese wurden an der Kopfwand der Kapelle montiert. Oberhalb der Tafeln stand geschrieben:

 

 

"Denen, die für uns starben, zum Gedächtnis"
 

Und so wurde am 26. Februar 1925 vom damaligen Kriegerverein Grevenstein, unter Teilnahme der gesamten Bevölkerung, bei einer Zusammenkunft um 11 Uhr mittags, an der Gedächtniskapelle, erstmals ein Kranz niedergelegt.

In den darauf folgenden Jahren wurden durch den Kriegerverein weitere Arbeiten an der Gedächtniskapelle durchgeführt. Unter anderem wurden im Jahre 1928 Fahnenstangen und Fahnen angeschafft.


In der Zeit des Dritten Reiches wurde die Gedächtniskapelle von den Nazis als Helden-Gedenkstätte missbraucht.


Im 2. Weltkrieg starben für Volk und Vaterland 34 Söhne der Heimat. Aus diesem Grunde wurde im Jahre 1957 beschlossen auch der im 2. Weltkrieg gefallenen und vermissten Soldaten zu gedenken. Zur Finanzierung der erforderlichen Arbeiten stellte die Stadt Grevenstein 3.000,00DM zur Verfügung. Bei einer Haussammlung kamen noch einmal 7.000,00DM hinzu. In dieser Summe enthalten waren 825,00DM vom Grevensteiner Kriegerverein, der zu dieser Zeit zwangsweise nicht aktiv war. Bei den Bauarbeiten im Jahr 1958 wurden der Bodenbelag und die Treppe erneuert, des Weiteren  wurde auf der Rückseite ein Mosaik von der ersten Station des Kreuzweges aufgebracht. Zudem wurde die Tafel mit den Gefallenen des 1.Weltkrieges erneuert und mit einer Tafel der Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges erweitert. Außerdem wurde auf dieser Tafel auch der in der Heimat Getöteten gedacht. Hierzu schrieb die Westfälische Rundschau:

Heimat und Vaterland - Wurzeln der Kraft
Ehrenmal in Grevenstein feierlich eingeweiht
".....auch ihr Opfertod sei ein Kreuzweg gewesen. Darum habe man als Symbol der Rückwand der Gedächtniskapelle in Mosaik das Bildnis der Kreuzwegstation gegeben, wo der Pilatus über Christus den Stab bricht......"

 

Im Hinblick auf das 150-jährige Bestehen der Soldatenkameradschaft 1853 Grevenstein im Jahre 2003, hat der Vorstand im Jahre 2002 beschlossen, einige dringende Sanierungsarbeiten am Ehrenmal durchzuführen. Durch Feuchtigkeit beschädigt, müssen Mauerwerk, Fußboden, der Innenputz sowie das Mosaik saniert werden. Dank der Unterstützung der Stadt Meschede sowie einiger Spender konnte dieses Vorhaben Anfang des Jahres 2003 realisiert werden. Die Rückwand wurde neu gestaltet. Im Mittelpunkt dieser Neugestaltung steht nun das Eiserne Kreuz. Darunter befindet sich eine Gedenktafel mit folgender Inschrift:


"Ihren im Weltkrieg gefallenen Söhnen, gewidmet von der dankbaren Gemeinde Grevenstein"

 

Somit können wir auch in Zukunft unserer Gefallenen und Vermissten in Würde gedenken. Auch möge uns dieses Ehrenmal immer ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt sein.

 

 


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