Kameradschaftsverein Hellefeld-Visbeck

 

 

1.Vorsitzender:       Dirk Bogatzki,
                                Kehlstraße 12
                                59846 Sundern-Hellefeld
                                Tel.: 02934 / 779335

 

Schriftführer:           Werner Heinemann
                                 Taubenstück 3 

                                 59846 Sundern
                                 Tel.: 02933 / 7227
                                 Mobil-Tel.: 0171 / 4773494
                                 E-Mail: Werner.Heinemann@email.de

 


                

gegründet:         20. März 1872

Mitglieder:         151

Mitglied im Bezirksverband seit dem 17. November 1979

(am 11. 03.1979 auf a.o. Gen.- Vers. der Kameradschaft Hellefeld beschlossen)

 

 

Am 20. März 1872 haben unter Zugführer Clemens Vogtmann die Hellefelder Veteranen den "Beerdigungs-Verein der Veteranen und sonstigen Vaterländischen-Militär-Personen des Kirchspiels Hellefeld" mit 72 Kameraden gegründet. Bereits ein Jahr später wird dieser Verein in "Krieger-Verein Hellefeld" umbenannt, weil er sich dem Deutschen Kriegerbund in Berlin anschließt, was gleichzeitig mit einer Mitgliedschaft im Preußischen Landenskrieger-Bund verbunden ist. Er umfasst mit den Gemeinden Altenhellefeld, Frenkhausen, Hellefeld, Herblinghausen, Linnepe/ Linneperhütte, Meinkenbracht, Visbeck, Weninghausen und Westenfeld das damalige Kirchspiel Hellefeld. Im September 1890 waren bereits 126 Kameraden Mitglied in diesem Kriegerverein.

Auf der Generalversammlung am 30. Januar 1892 wählten die Mitglieder die Gaststätte Tolle zum Vereinslokal. Das blieb sie auch über einige Generationswechsel hinweg bis zum 30. Dezember 1998, also fast 107 Jahre lang.

In Hellefeld erbauten die Schützen im Jahre 1895 eine Schützenhalle und die Mietforderung des Schützenvereins für die Anmietung des Schützenplatzes durch den Kriegerverein war danach so hoch, dass das Kriegerfest im Juni dieses Jahres ausgesetzt wurde. Und das, obwohl viele der Dorfbewohner in beiden Vereinen tätig waren und beim Bau der Halle körperlichen Einsatz leisteten. Doch noch bis zum September konnte man sich einigen und es konnte ein Fest zur Erinnerung an den glorreichen Feldzug gegen Frankreich von 1870/ 71 gefeiert werden. Dem Kriegerverein Hellefeld überreichte Amtmann Göpfert am 20. August 1908 ein von Kaiser und König verliehenes Fahnenband. Leider weiß man nicht, warum dieses Fahnenband verliehen wurde.

Aus Dankbarkeit über ihre Heimkehr und zur Erinnerung an ihre gefallenen Kameraden des 1. Weltkriegs, aber auch zur Mahnung aller Lebenden, bauten die aus dem Krieg heimgekehrten Soldaten aus Hellefeld, unter Mitwirkung und Regie des Kriegervereins, im Jahre 1924 in ihrer Gemeinde eine Kriegergedächtniskapelle.

In die Kriegergedächtniskapelle der Gemeinde Hellefeld haben die Kameraden Gedenktafeln aus Schiefer mit den Namen der gefallenen und vermissten Soldaten des Kirchspiels Hellefeld angebracht

Diese Platten waren in Anröchte mit einem Pferdewagen abgeholt und mit Roggen bezahlt bzw. eingetauscht worden.

Die neue Kriegergedächtniskapelle in Hellefeld ist am 25. Mai 1925 eingeweiht worden. Die Kosten der Gedächtnis- und Mahnstätte gingen zu Lasten des Kriegerverein Hellefeld.

Schon seit 1893 waren in der Hellefelder Kirche 79 Gedenktafeln für die Opfer des Krieges gegen Frankreich (1870/ 71) vorhanden, die nach einer Renovierung nach 1981 dort keinen Platz mehr fanden.

Nach Ende des 2. Weltkrieges (1939-1945), ab 1979, hat man an einer Erweiterung des Kriegerehrenmals gebaut und dieses durch einen Anbau erweitert, um auch für die Gefallenen und die Vermissten dieses großen Krieges weitere Gedenktafeln anbringen zu können. Auch dieser Anbau gedieh mit heimischen Sandstein. Die Gedenktafeln sind aus Kupfer gefertigt.

Am 19. Mai 1981 konnte diese durch viel Eigenleistung der Kameradschaftsvereinsmitglieder und mit finanzieller Unterstützung der Stadt Sundern entstandene Anlage eingeweiht werden.

Das Ehrenmal wird heute von der Stadt Sundern und dem Kameradschaftsverein Hellefeld-Visbeck gepflegt und in Ordnung gehalten.

In den Hellefelder Orten fielen im 1. Weltkrieg 15 Soldaten und fünf sind vermisst. Im 2. Weltkrieg fielen 33 Soldaten und 12 sind vermisst.

 
Die Altenhellefelder bauten 1971 an der Antonius Kapelle ein Ehren- und Mahnmal, das im Zuge der Dorferneuerung ab August 1989 zu der heutigen Anlage umgebaut wurde.

Dabei blieb der alte Gedenkstein aus portugiesischem Muschelkalk, von der Bildhauerei Franz-Josef Greitemann in Sundern-Seidfeld gestaltet und gehauen, stehen. Das Ehrenmal stellt auf verschiedenen Höhen und versetzten Ebenen die Gefallenenkreuze in der Welt dar.

Die Wand mit den Namenstafeln der gefallenen und vermissten Soldaten aus Altenhellefeld aber musste teilweise abgerissen und neu gestaltet sowie mit einem Schieferdach versehen werden. In dieser Form  besteht das Ehrenmal noch heute.

In Altenhellefeld sind 13 Gefallene des 1. Weltkrieges, 24 Gefallene und 4 Vermisste des 2. Weltkrieges zu beklagen.

Im Sommer 1946 bauten die aus dem Krieg heimgekehrten Soldaten aus Westenfeld ihren gefallenen und vermissten Kameraden auf dem Rickeknochen eine Gefallenengedächtnis- und Dankkapelle. Heimischer Kalkstein war das Baumaterial, weil sowie der Stein auch die Toten von derselben Heimaterde genährt sind.
Im Jahre 1973 musste diese Kapelle einer Steinbrucherweiterung weichen. Sie wurde im Rahmen des Erntedankfestes am 7. Oktober 1973 von Weihbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt neu eingeweiht.
In Westenfeld waren 19 Gefallene und neun Vermisste zu beklagen. Weitere vier Bürger und Bürgerinnen kamen während der Kriegsjahre durch unmittelbare Einwirkungen des Krieges um. 

Zu Beginn der 60er Jahre errichteten die Bürger von Linnepe "An der Egge" ein Ehrenmal. Das Ehrenmal ist in Eigenleistung der Dorfbewohner und von Mitgliedern des Schützenvereins erbaut.
Die Gedenktafel mit den Namen der Gefallenen und Vermissten stiftete ein Fabrikant aus Sundern. Vikar Anton Köster weihte es 1961 in einer großen Feierstunde ein.
In den Jahren 1995/ 96 wurde das Ehrenmal im Zuge der Dorfneugestaltung in die Ortsmitte versetzt. In Linnepe mit dem Ortsteil Linneperhütte sind im 1. Weltkrieg 8 Soldaten gefallen. Nach dem 2. Weltkrieg sind 12 Männer nicht heimgekehrt. 

Auch in der kleinen Gemeinde Meinkenbracht beschloss der Schützenverein 1960 eine Gedächtnisstätte zu errichten. Der Schützenverein stiftete hierzu 1.000,00 DM. Der Bildhauer Schauerte aus Sögtrop fertigte aus Anröchter Kalksandstein drei Kreuze in die er die Namen der gefallenen und vermissten 21 Soldaten der beiden Weltkriege einmeißelte.
Einige Bauern hatten die drei Steinkreuze nach Meinkenbracht geholt, wo sie direkt an der Kirche mit Hilfe eines Bergepanzers der deutschen Bundeswehr unter der Leitung des Militärpfarrers a. D. Franz Stutte aufgestellt wurden.

Zum Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges baute man in Visbeck 1936 ein Kriegerehrenmal. Der Gedenkstein, mit Pferdewagen aus dem Westenfelder Steinbruch geholt, ist von Visbecker Maurern mit Hammer und Meißel behauen und so in die heutige Form gebracht worden. Die Gedenktafel für die gefallenen Soldaten stellte die Glockengießerei Brilon her. Der Bau des Mahnmals finanzierte sich durch eine Haussammlung und aus dem Erlös eines großen Kriegerfestes.

Im Jahre 1951 musste das durch die Kriegsjahre in Mitleidenschaft gezogene Mahnmal erneuert und um die Namen der im 2. Weltkrieg gefallenen 13 Soldaten erweitert werden.

Anfang der 60er Jahre wurde das Mahnmal und seine Umgebung nochmals neu gestaltet. 1988 erfolgte die Montage einer Gedenktafel mit den Namen der im 2. Weltkrieg vermissten Soldaten.

1933 wurde eine Kyffhäuser-Bundesfahne bestellt und am 18. Februar 1934 an den Fähnrich des Kriegervereins übergeben. Auch hier in Hellefeld ging in dieser Zeit die Vereinsaktivität stark zurück, bis sie in den Kriegsjahren letztendlich ganz ruhte.

 Ab dem 14. Mai 1957, unter der Leitung des früheren Hauptmanns Franz Tolle, wird das Vereinsleben des "Kriegerverein Hellefeld" als "Kameradschaftsverein Hellefeld" weitergeführt. 1955 zählte die Kameradschaft bereits wieder 103 Mitglieder. Später wird die Kameradschaft "Kameradschaftsverein Hellefeld-Visbeck" genannt, um den sehr vielen Mitgliedern aus Visbeck gerecht zu werden.

Am 20. Januar 1979 waren zwei Delegierte des Kameradschaftsverein Hellefeld in Arnsberg-Hüsten in der Gaststätte "Alt-Hüsten" anwesend, als sich die Vertreter einiger Kameradschaften über die Gründung eines Bezirksverbandes ehemaliger Soldaten, Region Sauerland berieten. Mit einer 2/3 Mehrheit beschlossen die Hellefelder Mitglieder des Kameradschaftsvereins in der Generalversammlung am 11. März 1979 den Beitritt zum Bezirksverband.

Nach entsprechender Satzungsänderung können seit 1995 alle volljährigen, männlichen Bürger, ob gedient oder nicht,  Mitglied der Hellefelder Kameradschaft werden. Am 19. und 20. April 1997 feierte die Kameradschaft das 125-jährige Bestehen im Rahmen des 19. Bezirksverbandsfestes des Bezirksverbandes ehemaliger Soldaten, Region Sauerland.

Schutzpatron der Hellefelder Kameradschaft ist seit jeher der himmlische Kriegsheld und Drachenkämpfer, der hl. St. Michael, der auch der Schutzpatron des Deutschen Volkes (der dt. Michel) und aller Krieger ist. St. Michael ist nach frommen Glauben auch der Führer der abgeschiedenen Seelen; in der Kirche singt die Seelenmesse: "Der hl. Michael trage ihnen die Fahne vor und führe sie zum heiligen Lichte".

Die Kameradschaft Hellefeld-Visbeck führt anlässlich des Volkstrauertages in den drei Ortsteilen Hellefeld, Altenhellefeld und Linnepe die Gedenkfeiern durch. Das Tambourkorps und der Kirchenchor Hellefeld unterstützen diese Feierstunde ebenso wie die freiw. Feuerwehren der Ortsteile und der jeweilige Schützenverein bzw. Schützenzug.

In dem Mescheder Ortsteil Visbeck wird diese Feierlichkeit vom Heimatverein Berge ausgeführt, in Westenfeld und in Meinkenbracht vom dortigen Schützenverein.

 


Oktober 2001 
Diese Reparaturen konnten Dank der freiwilligen Helfer des Kameradschaftsvereins in mehreren Arbeitseinsätzen noch vor Beginn des Herbstwetters wieder fertiggestellt werden.

 

Im Juni 2002 wurden durch Bauarbeiter einer Spezialfirma aus dem Bergischen Land die Erneuerungsarbeiten der beiden Pfeiler des Ehren- und Mahnmals ausgeführt. Beim Abbruch der alten Pfeiler fand sich im unteren Teil des linken Pfeilers eine eingemauerte Flasche mit einer Urkunde aus dem Jahre 1924, der Bauzeit des Ehrenmals. Leider war im Laufe der Jahre der Flaschenverschluss undicht geworden und so waren durch Wasser und Fäulnis schon starke Zersetzungen vorhanden. Dennoch ist ein guter Teil der Urkunde vorhanden und lesbar, der Rest konnte ergänzt werden. Text und Fotos sind auf der Seite Urkunden

zu lesen.

Der Kameradschaftsverein bedankt sich bei allen Personen, die es ermöglicht haben, dass das Ehren- und Mahnmal renoviert werden kann.

  Januar 2007   

 In der Generalversammlung im Januar diesen Jahres wurde nach 15 Jahren im Dienste des Kameradschaftsvereins Hellefeld-Visbeck der 1.Vorsitzende und Hauptmann Siegbert Paffrath aus dem aktiven Vorstandsleben verabschiedet. Er ist zum Ehrenhauptmann ernannt worden.
Seine Nachfolge tritt Heinz-Willi Peetz aus Hellefeld an.

Januar 2011

In der Generalversammlung am 09. Januar scheidet Schriftführer Albrecht Bienstein aus dem Amt des Schriftführers. Er hat dieses Amt 25 Jahre ausgeführt. Er wird in Dank und Anerkennung seiner großen Leistungen und Bemühungen zum 1. Ehrenmitglied des Kameradschaftsvereins ernannt.
Nach den internen Ehrungen ehrten auch die Kameraden Franz Tebbe und Friedhelm Gierse im Namen des Bezirksverbendes ehem. Soldaten, Region Sauerland das lange Engagement von Bienstein mit einem Präsent.

Anfang Oktober 2001 ist mit der Erneuerung der Dacheindeckung des Hellefelder Ehren- und Mahnmals begonnen worden. Nach dem Gerüstbau und dem Entfernen der alten Schiefereindeckung musste auch der Holzunterbau teilweise erneuert werden. Gleichzeitig bekam das Gebäude neue Dachrinnen aus Kupfer.

Der Hauptvorstand des Kameradschaftsvereins verhandelte seit dem vorigen Jahr mit Vertretern der Stadt Sundern, bzw. dem Amt für Gebäudewirtschaft, über einen Nutzungsvertrag. Doch vorher sollte das Gebäude in einen ordentlichen, baulichen Zustand versetzt werden. Darüber waren sich die Vertreter der Stadt, des Vereins und Ortsvorsteher Albert Levermann einig, hatte doch der Zahn der Zeit inzwischen kräftig an der Substanz des Ehren- und Mahnmals genagt. Besonders die beiden Pfeiler als stützende und optische Elemente müssen dringend erneuert werden. Da sich der heimische Verein bereit erklärte mögliche Arbeiten in Eigenleistung durchzuführen, beschloss der zuständige Ausschuss der Stadtverwaltung die finanzielle Unterstützung des Vorhabens.

 

Der Spielmannszug Hellefeld (heute: "Tambourkorps Hellefeld") gründete sich 1933 aus Mitgliedern des Kriegervereins. Sie übernahmen die bereits vorhandenen Instrumente: drei Trommeln, einen Schellenbaum und einen Tambourstab. Mit der Stiftung von drei Flöten war der Musikzug spielfähig. Für die Übernahme der Instrumente musste der Spielmannszug an drei Festen umsonst spielen; das war der abgemachte Preis.

 

 

 

 

 

 

 

 


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